Delayed Marriage and Very Low Fertility in Pacific Asia

Jones, Gavin W. (2007): „Delayed Marriage and Very Low Fertility in Pacific Asia“. In: Population and Development Review 33: 3. 453–478.

Jones wertet in der vorliegenden Abhandlung vor allem statistisches Material zum Phänomen der späteren Ehe und Geburt in Asien aus und schlägt dabei, zur besseren Einordnung der Fakten, auch Brücken nach Europa. Er betrachtet dabei unter anderem die Aufzeichnung von regionalen Unterschieden; die Darstellung der Verlängerung der Phase nach der Pubertät bis zur Eheschließung und die sexuellen Erfahrungen in dieser Zeit sowie das Single-Leben als Folge verschiedener Phänomene. Gleichzeitig macht Jones auch auf unterschiedliche Folgeprobleme für die jeweiligen Gesellschaften, wie sinkende Geburtenraten und unzureichende Versorgung der pflegebedürftigen Älteren, aufmerksam.

Obwohl Jones eine große Menge statistischer Daten liefert, wird der Leser mit der Auswertung nicht alleine gelassen. Durch die bereits erwähnten Brücken nach Europa und die Vergleiche zwischen verschiedenen asiatischen Staaten, wird der Forschungsgegenstand von Jones schmackhaft gestaltet.
Leider werden jedoch Hoffnungen auf neue Erkenntnisse in Hinsicht auf die Entwicklung und Situation Japans nicht erfüllt. Dennoch ist der Vergleich mit anderen asiatischen Ländern spannend, denn er birgt auch die Möglichkeit, die japanische Situation mit einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Vor allem für Studenten, die sich die verschiedenen Auswüchse eines großen Phänomens vor Augen führen wollen, ist dieser Text gut geeignet. Nicht nur der Vergleich über Landesgrenzen hinweg, gerade das Phänomens selbst inmitten all seiner Ursachen und Folgen ist von Jones besonders detailliert dargestellt worden. So kann man sich mit interessanten Vergleichen einen großen Überblick und eine gute Grundlage für etwaige eigene Forschungsideen verschaffen.

JAS